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Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch kandidiert nicht mehr!

Überraschung aller Orten, OB Barbara Bosch kandidiert nicht für eine dritte Amtszeit.
Meine Trauer, wie auch die, zumindest von Teilen des Stadtrates, hält sich doch arg in Grenzen.

Barbara Bosch nach dem Spatenstich für den Neubau des Theater Reutlingen Die Tonne am 1. März 2016

Bildquelle: Wikimedia - Author: VUX

Wie aus der Presse zu entnehmen, ist der Grund dafür das sich Frau Bosch nicht für eine dritte Amtszeit zur Wiederwahl stellt, wohl die angeschlagene Gesundheit Ihres Mannes.

Das mag wohl vordergründig so sein. Meiner eigenen Meinung nach, dürften aber andere, nicht öffentlich gemachte Gründe, ein gerüttelt Maß an der Entscheidung von Frau Bosch mitgespielt haben.

Frau Bosch merkt wohl, dass Sie in Reutlingen zunehmend unbeliebt ist, und Sie eine echte OB Wahl, anders als die Farce beim letzten Mal, mit dem aus dem nichts aufgetauchten und anonym bleiben wollenden Gegenkandidaten bei den Reutlingern nicht mehr glaubhaft wäre.

Für Ihren Rückzug spielen vielleicht auch Ihre "Leistungen" der letzten Jahre eine Rolle.

Eine Stadthalle, teuer, hässlich, von Fremden auch gerne mal als Albert-Speer-Gedächtnis-Bau verspottet und mehr oder weniger ungeeignet interessante Veranstaltungen darin abzuhalten, da zu klein und für die Veranstalter in der Anmietung wiederum zu teuer.

Dann werden halt elitäre Empfänge für die Reutlinger Highsociety, sowie die gefühlt 500. Ausstellung von HAP-Grieshaber "Kunst"-Werken veranstaltet.


Der "Barbara" Tunnel, den diese furchtbar renitenten Reutlinger konsequent als Scheibengipfeltunnel bezeichnen - als Ortsumfahrung geplant und gebaut, schlussendlich aber dazu missbraucht das versagen der OB bei der Luftreinhaltung und Reduktion der Feinstaubwerte in Reutlingen zu instrumentalisieren.

Welchem Reutlinger Bürger*in haben sich nicht schon die Hände am Volant vor Wut derart verkrampft, dass die Knöchel Schlohweiß hervorgetreten sind, wenn er die Transparente liest, das er, sollte er keine Lust haben im Stau zu stehen, doch bitteschön den Tunnel zu nehmen hat.
Da freut man sich als Innenstadtbewohner gleich so richtig, dass der Feierabend dank "Pförtnerampeln" und somit durch künstlich gehemmten Verkehrsfluss in weite Ferne rückt.

Das die Schikane mit den Pförtnerampeln zur Reduktion des Feinstaubs nichts bringt, hätte Frau Oberbürgermeisterin bei jedem Fahrlehrer oder Kfz - Mechanikerlehrling im zweiten Lehrjahr in Erfahrung bringen können. Denn die wissen, im offensichtlichen Gegensatz zur OB Bosch, dass ein Verbrennungsmotor am effizientesten bei gleichmäßiger, mittlerer Drehzahl arbeitet, z.B. bei 50 Km/h im 3. Gang und nicht beim Stop n´Go im Stau vor der Pförtnerampel mit anschließender Fahrt durch die 40er Zone im 2. Gang.
Und selbst wenn die Pförtnerampeln eine Anweisung "von oben" gewesen sein sollte, hätte ich von meiner OB erwartet, diesen Schwachsinn nicht umzusetzten. Was hätten die "da oben" denn schon machen können? Reutlingen wegen Insubordination komplett abreißen? Ja wohl eher nicht!

Aber vernünftige, durchdachte, für den Normalbürger auch mehrfach in der Woche bezahlbare ÖPNV Alternativen werden unter Frau Oberbürgermeisterin Bosch ja auch nicht entwickelt. Der RSV kurvt wie zu meiner Schulzeit vor vierzig Jahren durch die Gegend. Es wurden kaum neue Linien oder Haltestellen ins Netz aufgenommen, oder Emissionsarme Busse angeschafft, stattdessen wurde an den Taktzeiten ein wenig geschraubt, was zusammen mit immer teureren Betriebskosten (Diesel, Fahrzeuge, Wartung) die Fahrpreise nach oben schnellen lässt.

Die Wiederanschaffung einer Straßenbahn, wie sie Reutlingen bis in die siebziger Jahre hatte, und deren Energie CO2 und Feinstaub frei von den damaligen Stadtwerken mittels Wasserkraft selbst erzeugt wurde, wird ja nicht einmal ernsthaft diskutiert, sondern mit dem für mich nicht nachvollziehbaren Totschlagargument KOSTEN abgewürgt.

Mir ist jedenfalls keine Berechnung seitens der Stadt bekannt, in der die Anschaffung und der Betrieb, sowie die Umweltfolgekosten einer elektrischen Straßenbahn mit dem derzeitigen Busverkehr, sagen wir mal für die nächsten dreißig Jahre, verglichen wurde.

Vielleicht hofft ja der RSV und die Frau Oberbürgermeisterin Bosch darauf das unter dem Marktplatz ein riesiger See mit kostenlosem, gebrauchsfertigen, steuerfreien Dieselöl liegt, das bei der Verbrennung weder CO, CO2, NOx noch Feinstaub emittiert und in der Pomologie Wartungsarme und Emissionsfreie Busse an den Bäumen wachsen werden.
 

Apropos Feinstaub, Pförtnerampel(n) und Rückbau der Karlstraße - wie bitte schön ist die Aussage unserer Noch-Oberbürgermeisterin zu verstehen, "Die Reutlinger Innenstadt muss für den PKW Verkehr so unattraktiv wie möglich werden".

Wäre ich Gewerbetreibender in Reutlingen und müsste die teilweise üppigen Mieten in und rund um die Wilhelmstraße bezahlen, würde ich mich persönlich bei dieser Dame bedanken. Die Kollegen in der Innenstadt haben es heutzutage gegen die Internetkonkurrenz wahrlich schwer, da braucht es solche geschäftsschädigenden Knüppel zwischen die Beine seitens der Stadtobersten nicht. Die exorbitanten Parkgebühren in den von unseren Steuergeldern gebauten städtischen Parkhäusern reichen doch schon aus, um potenzielle Kunden vom Innenstadtbesuch abzuhalten.
 

Was sollte das Beschirmen der Baubürgermeisterin Hotz, die unter Mitarbeiter*innen Führung verstand, unter Beleidigungen Telefonbücher nach ihren Untergebenen zu schmeißen, wenn Madame mal wieder schlechte Laune hatte, oder es nicht nach ihrem Näschen ging. Da wurde diese Behördenchefin nicht hochkant heraus geschmissen, NEIN da wurde ein Mediator bestellt - oder soll ich besser Raumpfleger sagen - der alles schön unter den Teppich kehrte, und die Hofberichterstatter einer alteingesessenen Reutlinger Tageszeitung haben das ihrige dazu beigetragen das dieser Skandal auch schön unter der schon genannten Auslegeware geblieben ist.

Ob sich am Verhalten der Frau Hotz gegenüber ihren Untergebenen mittlerweile etwas grundlegendes geändert hat, wäre interessant zu erfahren - da dringt aber zumindest offiziell nichts nach außen.

Selbige Baubehörde, deren Frau Hotz vorsteht und deren Chefin Frau Bosch wiederum ist, ist auch dafür verantwortlich das in Reutlingen jede sich öffnende Baulücke durch immer die gleichen Bauunternehmer mit hässlichen Klötzen zugestellt wird - egal in welchem Viertel. Sollte man aber seine Hofeinfahrt abändern wollen, die damals gebaut wurde als noch VW Käfer, Isetta und Kabinenroller das Straßenbild dominierten und daher für heutige Fahrzeuge wegen deren Breite nicht mehr zu Nutzen ist, wir reden hier übrigen von normalen PKW und nicht von SUVs im Braunkohlebagger-Format, erhält man von dieser Reutlinger Behörde einen negativen Bescheid mit der Begründung: Die Baumaßnahmen würden das Bild der Häuserfront in Ihrer Straße störend ändern. WOHLGEMERKT: Es geht darum eine Hofeinfahrt, um gesamt 40 cm zu verbreitern, ohne die Grundstücksgrenzen an zu tasten.
Wie die großen immer nur an die Baugenehmigungen für Ihre das gewachsene Straßenbild störende Schnellbaukästen kommen, ist mir daher rätselhaft - aber jeder Reutlinger kann sich da seinen eigenen Reim darauf machen. Mir persönlich fällt da ein Werbeslogan ein: Guten Freunden gibt man ein Küsschen - oder zwei!


Um noch ein wenig bei der teuren Bauwut unserer OB zu verweilen, sollte doch noch angesprochen werden, das das geplante Stadthotel auf dem jetzt noch als Parkplatz genutzten Areal der ehemaligen Bruderhausfabrik auf den letzten Metern ihrer Amtszeit mit Hochdruck vorangetrieben wird, obwohl laut Expertenmeinung dieses Hotel in Reutlingen weder gebraucht, noch im Großteil des Jahres kostendeckend gebucht sein wird. Aber um diesen 51 mtr. hohen Kasten überhaupt genehmigungsfähig zu bekommen, muss auf die schnelle erstmal das städtische Baurecht geändert werden. Und was die Reutlinger wiederum zu diesen Größenwahn sagen interessiert Frau Bosch augenscheinlich nicht die Bohne.

Ich könnte hier noch seitenweise weitermachen mit belegbaren Schwachsinnigkeiten, Blockaden und "unter den Tisch" gekehre die während der Amtszeit der Frau Bosch in Reutlingen gelaufen sind, würde aber den Rahmen hier sprengen.

Daher finde ich es gut das diese Reutlinger Oberbürgermeisterin geht, ein Reiterstandbild in Bronze wird sie von uns Reutlingern eh nicht bekommen, geschweige denn wird es viele Reutlinger geben die ihr eine Träne nachweinen werden.

Das sie nichtmehr antritt, hilft Ihr garantiert das Gesicht zu wahren, denn somit umgeht sie der Gefahr einer fürchterlichen Wahlschlappe und damit einhergehend mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt zu werden. Denn wir Reutlinger sind schon immer eigene gewesen. Seit Reichsstadtzeiten, als wir dem Kaiser KarlV 1530 die Confessio Augustana (Augsburger Bekenntnis) um die Ohren gehauen haben, haben wir uns eine gesunde Skepsis und Renitenz gegen die Obrigkeiten bewahrt.

Vielleicht ist ja der neue Oberbürgermeister*in ein gebürtiger Reutlinger und nichts von sonstwo importiertes. Das erhöhe auf alle Fälle die Chance das diese Person näher an uns Bürgern dran, und an dem wohlergehen der Stadt interressiert ist.

Adieu Frau Bosch, es war nicht schön Sie kennengelernt zu haben.
Genießen Sie noch das Sektchen und die zwei Pullen Reutlinger Wein auf unsere Kosten den man Ihnen garantiert zu Ihrer Verabschiedung überreichen wird.

 

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